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«Psychiatrie? Ja, genau!»

Mit 24 Jahren und einem Freund als Türöffner hat Bleart den Weg in die Psychiatriepflege gefunden – und dort etwas entdeckt, das er so nicht erwartet hatte: dass kleine Dinge eine grosse therapeutische Kraft haben können.

Bleart beschreibt sich mit drei Wörtern: authentisch, loyal und menschenorientiert. Für ihn stehen Menschen immer im Mittelpunkt: privat wie beruflich.

Bleart, was haben Freunde gedacht, als du gesagt hast: «Ich werde Pflegefachmann in der Psychiatrie»?

Da mein Umfeld zur Hälfte selbst in der Pflege oder in sozialen Berufen tätig ist, kam meine Entscheidung, in der Psychiatrie zu arbeiten, dort gut an. In meiner Familie war es zunächst eher ein Schock, bis ich einige Vorurteile aus der Welt schaffen konnte.

Was hat dich zur Ausbildung geführt – ein Erlebnis, eine Person, ein Zufall?

Ein sehr enger Freund von mir hat bei Triaplus gearbeitet, bevor er sich selbstständig gemacht hat. Er hat regelrecht geschwärmt von der Psychiatriepflege. Ich wollte ohnehin einen Tapetenwechsel – und seine Begeisterung hat mich angesteckt.

Was hast du über Psychiatriepflege gelernt, das dich überrascht hat?

Ich hätte nie gedacht, dass schon kleine Dinge – präsent sein, ehrlich kommunizieren, Vertrauen aufbauen – eine so grosse therapeutische Wirkung haben können. Diese Kombination aus Nähe und professioneller Distanz ist heute einer der zentralen und schönsten Aspekte meiner Arbeit.

Wie sieht ein richtig guter Tag auf der Station aus?

Wenn Patientinnen und Patienten ebenso wie das interdisziplinäre Team Fortschritte sehen und spüren. Wenn man gemeinsam kleine Erfolge feiern kann. Das klingt vielleicht bescheiden, ist für mich aber sehr erfüllend.

Was war dein bisher schwierigster Moment in der Ausbildung?

Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber sowohl die Schule in Olten als auch der Betrieb unterstützen und fördern mich sehr. Am Anfang war die Umstellung in die Rolle des Studierenden für mich etwas ungewohnt, aber mittlerweile habe ich mich gut eingelebt.

Welches Vorurteil über Psychiatriepflege möchtest du aus der Welt räumen?

Dass es nur ums Aufpassen und Kontrollieren geht. Das Gegenteil ist wahr: Es geht darum, Vertrauen zu schaffen und Menschen in verletzlichen Lebensphasen zu begleiten – das ist das Herzstück dieser Arbeit.

Was würdest du jemandem sagen, der die Ausbildung spannend, aber auch ein bisschen beängstigend findet?

Dieses Gefühl kenne ich gut – es ist völlig normal. Mit der Zeit wandelt sich die Unsicherheit zu Respekt: vor der Verantwortung, vor der Zusammenarbeit im Team und vor den vielen unterschiedlichen Menschen und Geschichten, denen man begegnet.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Als erfahrener dipl. Pflegefachmann HF, fest verankert bei Triaplus – mit Weiterbildungen und dem guten Gefühl, im richtigen Beruf angekommen zu sein.

Bleart Rudhani ist 24 Jahre jung und seit Sommer 2025 Teil der Triaplus AG. Im Februar 2026 hat er seine Ausbildung zum dipl. Pflegefachmann HF Psychiatrie offiziell gestartet. Wenn er nicht auf der Station ist, steht er auf dem Fussballplatz, ist am Gamen oder verbringt Zeit mit Freunden und Familie. Bleart ist das Gesicht unserer aktuellen Online-Kampagne zur Ausbildung Pflegefachperson HF.

Im Rahmen der Pflegeinitiative beteiligen sich die Kantone grosszügig an den Kosten der HF-Pflegeausbildung.